LIEBES PUBLIKUM,

Musik lebt von Begegnungen – zwischen Menschen, Epochen und unterschiedlichen Klangwelten. Genau davon erzählt die neue Saison 2026/27 der Meisterkonzerte Würzburg: Fünf Programme schlagen überraschende Brücken und zeigen, wie lebendig klassische Musik heute sein kann.

Zum Auftakt zeichnet das YCAT Collective mit Zwischen Sehnsucht und Aufbruch den Weg von der Spätromantik in die Moderne nach. Herausragende junge Künstler des Young Classical Artists Trust treffen dabei in einer außergewöhnlichen Besetzung aufeinander.

Ein besonderer Höhepunkt ist der Klavierabend mit Martin Stadtfeld. Von Bach und Beethovens Appassionata führt das Programm zu seiner eigenen Sonate Memory of an old Song und schließlich zu Liszt.

Im Beethovenjahr verbindet UWAGA! zwei musikalische Revolutionäre: Beethoven und die Beatles. Bekannte Melodien treffen auf neue Arrangements, Improvisationen und den unverwechselbaren Klang des Ensembles zwischen Kammermusik, Jazz, Folk und Weltmusik.

Mit Folk Baroque führen uns der Blockflötenvirtuose Erik Bosgraaf und filoBarocco zu den Wurzeln von Telemanns Musik. Barocke Klangsprache trifft auf die mitreißende Energie polnischer und mitteleuropäischer Tanzmusik.

Zum Saisonabschluss fragen Anouchka und Katharina Hack in Alle Menschen werden Schwestern, was uns miteinander verbindet. Werke der Schwestern Boulanger und der Geschwister Hensel und Mendelssohn treten in einen persönlichen Dialog mit Improvisationen des Duos.

Ich freue mich auf fünf ganz unterschiedliche Konzertabende.Auf ein Wiedersehen bei den Meisterkonzerten Würzburg!

David Hanke
Leiter der Meisterkonzerte Würzburg

Saison 202627

Rückblick 202526

Rückblick 202425

Martin Stadtfeld

Termin wird bald bekannt gegeben

“Memory of an old Song”

19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule Für Musik

Wie kann Musik tief in der Vergangenheit verwurzelt sein und zugleich so wirken, als entstünde sie gerade im Augenblick? Dieser Frage geht Martin Stadtfeld, einer der bekanntesten deutschen Pianisten seiner Generation, in seinem Programm nach.

Den Anfang macht Bachs Englische Suite Nr. 2. Ihr Prélude ist vom italienischen Konzertstil geprägt - der Pianist wird dabei zum Solisten und Orchester zugleich. Es folgt Beethovens „Appassionata“: eine Sonate, die zwischen Unruhe und Hoffnung, Angst und Euphorie einen ganzen inneren Prozess hörbar macht und dabei bis heute unmittelbar und gegenwärtig wirkt.

Nach der Pause ist Stadtfeld nicht nur als Interpret, sondern auch als Komponist zu erleben. Seine Sonate „Memory of an old Song“ entwickelt sich aus wenigen Motiven und Improvisationen, die sich schließlich mit dem Renaissancechoral „Ach, bleib mit deiner Gnade“ verbinden. Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 12 bildet den virtuosen Abschluss.

Rückblick 2023 24

Zwischen Sehnsucht und Aufbruch

YCAT Collective

Freitag 09/10/2026

19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule für Musik

Jonathan Leibovitz, Klarinette | Hana Chang, Violine | Jean-Sélim Abdelmoula, Klavier | Quatuor Agate, Streichquartett

Mit einem außergewöhnlichen Ensemble und einem ebenso intensiven wie facettenreichen Programm eröffnen die Meisterkonzerte ihre neue Saison. Unter dem Titel „Zwischen Sehnsucht und Aufbruch“ zeichnet das YCAT Collective den musikalischen Übergang von der Spätromantik zur Moderne nach – eine Zeit zwischen überwältigender Emotionalität und der Suche nach einer neuen musikalischen Sprache.

Das YCAT Collective vereint aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des renommierten Young Classical Artists Trust. Mit dabei ist die gefeierte Geigerin und Rising Star Hana Chang. Gemeinsam machen sie hörbar, wie aus spätromantischer Klangfülle allmählich die musikalische Moderne entsteht.

BEETHOVENMANIA - Fantasien von Beethoven bis Beatles

Montag 08/03/2027

UWAGA!

19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule für Musik

Christoph König, Violine & Viola | Maurice Maurer, Violine | Miroslav Nisic, Akkordeon | Jakob Kühnemann, Kontrabass

Was wäre, wenn Beethoven im 20. Jahrhundert gelebt hätte? Wäre er Jazzmusiker geworden, hätte in Clubs gespielt oder vielleicht sogar eine Band gegründet – die „Beetles“?

Beethoven war nicht nur Komponist, sondern auch ein gefeierter Improvisator, der musikalische Regeln immer wieder neu auslotete. Rund 150 Jahre später veränderten die Beatles mit derselben Lust am Experimentieren die Popmusik. 2027 treffen zwei Jubiläen aufeinander: Beethovens Todestag jährt sich zum 200. Mal, das legendäre Beatles-Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band wird 60 Jahre alt.

In „Beethovenmania“ lässt UWAGA! bekannte Werke wie die Mondscheinsonate, Für Elise oder die Ode an die Freude auf neu komponierte Arrangements der Beatles treffen. Mit Violine, Viola, Akkordeon und Kontrabass entsteht daraus ein ganz eigener Klang zwischen Klassik, Jazz, Pop und Weltmusik – fantasievoll, virtuos und mit viel Spielfreude.

Folk Baroque

Sonntag 18/04/2027

Erik Bosgraaf & FILO BAROCCO

19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule für Musik

Erik Bosgraaf, Blockflöte | Francesco Facchini, Violine | Carlo Maria Paulesu, Violoncello | Marco Baronchelli, Laute

Barockmusik, bei der die Füße kaum stillstehen: In „Folk Baroque“ treffen Melodien Georg Philipp Telemanns auf die mitreißenden Tanztraditionen Polens und Mitteleuropas. Ihre rhythmische Kraft und ihr improvisatorischer Geist hatten schon Telemann selbst begeistert und seine Musik nachhaltig geprägt.

Ausgangspunkt des Programms ist die Rostocker Handschrift. Viele der darin gesammelten Stücke sind lediglich als Melodien überliefert. Blockflötenvirtuose Erik Bosgraaf und das italienische Ensemble filoBarocco nutzen diesen Freiraum: Sie ergänzen Basslinien, Harmonien und Verzierungen, improvisieren und führen die Musik immer wieder über den barocken Klangraum hinaus.

So wird aus einer historischen Quelle ein lebendiger Konzertabend: virtuos, spontan, mal wild, mal innig und voller tänzerischer Energie.

Alle menschen werden Schwestern

Montag 10/05/2027

Anouchka & Katharina Hack

19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule für Musik

Anouchka Hack: Violoncello
Katharina Hack: Klavier

Einander blind verstehen, gemeinsam träumen und gestalten: Mit ihrem Programm „Alle Menschen werden Schwestern“ spüren Anouchka und Katharina Hack der besonderen Verbundenheit zwischen Geschwistern nach.

Werke der Schwestern Boulanger sowie der Geschwister Fanny Hensel und Felix Mendelssohn treten in einen Dialog mit spontanen Improvisationen des Duos. Dabei geht es nicht nur um familiäre Nähe, sondern auch um die Fantasie als verbindende Kraft zwischen allen Menschen.

Die beiden Schwestern sind auf renommierten Bühnen wie dem Beethoven-Haus Bonn, der Fondation Louis Vuitton in Paris und dem Konzerthaus Dortmund zu Hause.

Ein persönliches Konzert über Nähe, Vertrauen und auf der musikalischen Spurensuche nach der Frage:

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